Buch Eine schwere Entdeutschung

Der Widerruf des 20. Jahrhunderts ist die Zukunft Europas

Bazon Brock: Eine schwere Entdeutschung. Basel/Berlin: Schwabe, 2024.
Bazon Brock: Eine schwere Entdeutschung. Basel/Berlin: Schwabe, 2024.

Textauswahl und Neuordnung:
Marina Sawall

Lektorat:
Linde Kapitzki, Marina Sawall

Grafische Konzeption:
QART Büro für Gestaltung, Hamburg, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus

Grafische Mitarbeit:
Bazon Brock, Stefanie Hierholzer, Ulrich Klaus, Marina Sawall

Die Texte des Buches sind weitgehend der Publikation „Lustmarsch durchs Theoriegelände. Musealisiert Euch!“ (Köln 2008) entnommen.

Warum Entdeutschung?

1914 führte das große Pathos des Deutschtums in Staat und Gesellschaft, in Wirtschaft und Wissenschaft zum ersten Weltdesaster: Am deutschen Wesen war die Welt nicht genesen. Dennoch beanspruchte ab 1933 das »rassereine« Deutschtum sogar Weltführerschaft und scheiterte erneut. Doch man feierte auch noch die totale Zerstörung Deutschlands mit Bayreuther Wagnerberauschung als eine Bestätigung des deutschen Heroismus. Der zeigt sich bis heute in unserer Selbstgewissheit, Deutschland sei ein »unermesslich reiches Land«, das zur Rettung der gescheiterten Staaten und ihrer Menschen vor Armut, Krankheit und Verfolgung verpflichtet sei. In Wahrheit aber gehört Deutschland nicht einmal mehr zu den 25 zukunftsfähigsten Staaten und Gesellschaften dieser Erde! Maßlose Selbstüberschätzung führt wie jeder Hochmut zum Fall. Um das zu verhindern, sollten wir Nietzsches Forderung folgen, uns zu entdeutschen – das sei erst der wahre Patriotismus.

https://schwabe.ch/bazon-brock-eine-schwere-entdeutschung-978-3-7965-5101-7

Erschienen
08.04.2024

Verlag
Schwabe

Erscheinungsort
Basel, Deutschland

ISBN
9783796551048

Umfang
300 S., 82 Ill.

Einband
Broschiert

Inhaltsverzeichnis

  • Germany: Zero Points – Ist Deutschland noch nicht verloren?
    im Original ab Seite 4
  • Die erzwungene Entdeutschung als unvermeidliche Enttäuschung
    im Original ab Seite 28
  • Zivilisation versus Kultur
    im Original ab Seite 35
  • Was Deutschsein einstmals bedeutete
    im Original ab Seite 42
  • Spiritualität und Ökonomie: Von Narren und Wandervögeln
    im Original ab Seite 44
  • Beseelte Technik: Rationalität und Animismus
    im Original ab Seite 50
  • I Der Widerruf des 20. Jahrhunderts ist die Zukunft Europas
    im Original ab Seite 60
  • Selbstfesselungskünstler gegen elbstverwiklichungsbohème
    im Original ab Seite 62
  • Fasching und Faschismus
    im Original ab Seite 65
  • Die britische Blaupause für das deutsche Wolkenkuckucksheim als Zuchtanstalt
    im Original ab Seite 73
  • Heinrich Schliemann und die »deutsche Ideologie«
    im Original ab Seite 84
  • Hermann, Hermann, gib uns unsere Kultur zurück!
    im Original ab Seite 90
  • Nibelungentreue
    im Original ab Seite 95
  • Entartete Kunst – Erlösung durch Untergang
    im Original ab Seite 97
  • Das Ende der Selbstfesselungsstube BRD
    im Original ab Seite 99
  • II Die neuen Gottsucherbanden und ihre Vorbilder
    im Original ab Seite 106
  • Karfreitagsphilosophie: Göttermord bleibt immer vergeblich
    im Original ab Seite 110
  • Credo quia absurdum
    im Original ab Seite 112
  • Was Säkularisierung tatsächlich bedeutet
    im Original ab Seite 117
  • Gottsucherbanden Imitation Christi: Golgatha – Nürnberg – Versailles – Moskau
    im Original ab Seite 121
  • Europa wieder im Kulturkampf?
    im Original ab Seite 130
  • Globalisierungswahn und Marktideologie
    im Original ab Seite 133
  • Einheit durch Verschiedenheit statt »melting pot«
    im Original ab Seite 134
  • Opferkonkurrenz
    im Original ab Seite 135
  • Der Faschist als Demokrat
    im Original ab Seite 146
  • III Musealisierung als aussichtsreichste Form der Zivilisierung von Kulturen
    im Original ab Seite 150
  • Wem die Stunde geschlagen hat: Europe fades away. Noch ein Untergang des Abendlandes?
    im Original ab Seite 152
  • Europa als Freiluftmuseum der Welt
    im Original ab Seite 155
  • Kunst- und Wunderkammern: Das Zeigen des Zeigens
    im Original ab Seite 160
  • Beobachtung der Beobachtung
    im Original ab Seite 161
  • Sein heißt wahrgenommen werden
    im Original ab Seite 163
  • Avantgarde – Arrièregarde – Retrograde
    im Original ab Seite 166
  • Konstellationen bilden auf Fuge und Unfug
    im Original ab Seite 170
  • »Vergleiche Dich! Erkenne, was Du bist!«
    im Original ab Seite 177
  • Kunst als Evidenzkritik – Erkenntnisstiftung durch wahre Falschheit
    im Original ab Seite 182
  • Erkenntnisstiftung durch kognitive Fakes
    im Original ab Seite 185
  • Schwindel als Kulturleistung
    im Original ab Seite 189
  • Mehr Scheinen als Seinen
    im Original ab Seite 191
  • »Pyramide der Eitelkeiten«
    im Original ab Seite 195
  • Die Faker-Philosophe in nuce
    im Original ab Seite 198
  • Schöpferische Zerstörung
    im Original ab Seite 200
  • Fininvest – Logik des apokalyptischen Denkens
    im Original ab Seite 204
  • Zerstörungspflicht des Konsumenten: Big dasher gegen big spender
    im Original ab Seite 206
  • Kathedralen für den strahlenden Müll – so ist Zukunft wahrscheinlich
    im Original ab Seite 208
  • IV Der verbotene Ernstfall und die Ethik des Unterlassens
    im Original ab Seite 220
  • Selbstfesselungskünstler Odysseus gibt das Beispiel
    im Original ab Seite 222
  • Die Schweizer erfinden den »verbotenen Ernstfall«
    im Original ab Seite 224
  • Neutralität und produktive Indifferenz
    im Original ab Seite 228
  • Träumt die Vernunft von Idealen, schafft sie Monster
    im Original ab Seite 230
  • Geschichte des Nicht-Geschehenen
    im Original ab Seite 232
  • Die Sensation des Normalen
    im Original ab Seite 233
  • Intervento minimo – die Feier des Nicht-Ereignisses
    im Original ab Seite 236
  • Dada oder der Tempel innerweltlicher Transzendenz
    im Original ab Seite 239
  • Dada als Hochzeitsphilosophie des Ja
    im Original ab Seite 243
  • Überwindung der Todesideologien – Scheitern als Vollendung
    im Original ab Seite 244
  • Uchronie – Ewigkeitsmanagement
    im Original ab Seite 245
  • Recording-Systeme als Auferstehungsmaschinerie
    im Original ab Seite 247
  • Trinity
    im Original ab Seite 249
  • Et in Arcadia ego
    im Original ab Seite 252
  • Arte et amore
    im Original ab Seite 256
  • Ars gratia artis
    im Original ab Seite 258
  • Meno impera
    im Original ab Seite 259
  • Meisterschaft der Reduktion oder: Unsterblichkeit durch Unterlassen
    im Original ab Seite 260
  • Epilog: Das Beginnen liegt im Ende
    im Original ab Seite 262
  • Scheitern als Vollendung
    im Original ab Seite 263
  • Apokalyptischer Optimismus
    im Original ab Seite 264
  • Anmerkungen
    im Original ab Seite 268