kiU Salon

im Dortmunder U

kiU Medienlabor | der FH Dortmund im Dortmunder U kiU Salon der FH Dortmund im Dortmunder U | Marcel Marburger und Alan N. Shapiro, 19.01.2017
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

In regelmäßigem Turnus lädt das Medienlabor kiU Gäste aus Theater, Film, Philosophie und Medienwissenschaft in das Dortmunder U ein, um mit ihnen bei Brot und Wein und im Format eines dialogischen Salons Gegenwart und Zukunft der audio-visuellen Künste zu diskutieren.

Moderation: Marcel René Marburger und Harald Opel

Zum Medienlabor kiU: 

Das Medienlabor kiU erforscht und zeigt aktuelle Entwicklungen in den Präsentationsformen und Erzählweisen digitaler Medien. Das offene Labor ist als Schnittstelle zwischen Studierenden und Besuchern, Studium und Berufseinstieg, Fachhochschule und Stadt konzipiert. Es vernetzt sich eng mit den Partnern im Haus, indem es die Auseinandersetzung mit Kunst thematisiert und Interaktionsangebote entwickelt. Ausstellungen, Filmvorführungen, Performances, Lesungen, Vorträge und Workshops widmen sich darüber hinaus aktuellen Fragestellungen zum Storytelling, speziell im Zusammenhang mit neuen Medientechnologien.

https://www.fh-dortmund.de/de/news/2016/11/kiu-medienlabor-eroeffnet-im-dortmunder-u.php

http://www.dortmunder-u.de/partner/fachhochschule-dortmund

Nicht Virtual Reality, sondern Real Virtuality

Zur Korrektur eines populären Unsinns

Eine ganze Generation ist durch e-Gurus verführt worden, von Zeichenwelten als virtual realities zu sprechen und Gebrauch zu machen. Aber eine Wirklichkeit ist eben keine, wenn sie virtuell ist. Simple Begriffsarbeit würde die Richtigstellung ermöglichen, dass es sich bei den besagten Zeichengebungsverfahren um realisierte Virtualität, also um materiell repräsentierte Gedanken, Vorstellungen, Begriffe und dergleichen innerpsychische Operationen handelt.

Wir stehen von Natur aus unter Vergegenständlichungszwang, fachwissenschaftlich heißt das, wir sind auf embodiment, also Verkörperung geistiger, seelischer, emotionaler und anderer intrapsychischer Kräfte angewiesen, da sich diese Kräfte ja nur dann als gegeben erweisen, wenn sie sich als wahrnehmbare Elemente, als Entitäten unserer Welt beweisen.

Mit ein bisschen Aufmerksamkeit für die Begriffe verstehen wir dann, dass es um realisierte Virtualität, also realized virtuality statt um virtual realities geht, um sich der Verhexung des Verstandes durch das Zeichengebungsbrimborium nach Kräften zu erwehren.