Denkerei: Überraschung in der Jesuslatsche am Nikolaustag

Zur Philosophie des doppelten Ja und des doppelten Nein

Dialectica. 2400 Jahre Dialektik. Dennoch Mensch | Artikel Editionen, Berlin 2017. Gestaltung: QART, Hamburg
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Mit Bazon Brock, Hartmut von Sass und Hannes Langbein

Eine Veranstaltung der Denkerei in Kooperation mit der Stiftung St. Matthäus

Kindliche Raffinesse präsentiert dem Nikolaus einen möglichst voluminösen Schuh. Wundergläubige bieten dem Geist des Schenkens nur ein paar Schnüre. Was legt der gute Mann hinein, etwa das doppelte Nein der Negation der Negation – als Affirmation? Oder das doppelte Ja der Versprechen, denn doppelt hält länger?

Paul Tillich und Schüler, allesamt Denker der negativen Theologie, also der Präsenz des Vermissten, des Abwesenden, des sehnsüchtig Erwünschten, rechneten damit, dass der Nikolaus die vor die Tür gestellten Schuhe an arme Barfüßige verteilt, also fanden sie den Glauben im radikalen Zweifel und verstanden Wissen als radikalste Kritik.

Glauben und Wissen im doppelten Ja und im doppelten Nein – kann man mehr sagen außer Jaja und Neenee wie Beuys in seiner Kunstliturgie?

Zu den Personen:

Hartmut von Sass ist stellvertretender Leiter des Collegium Helveticum, Leiter des Ludwik Fleck Zentrums für Wissenschaftstheorie sowie Privatdozent für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich.

Hannes Langbein ist Pfarrer und Direktor der Stiftung St. Matthäus – Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er hat evangelische Theologie in Heidelberg, Zürich, Princeton und Berlin studiert und ist Redakteur der ökumenischen Quartalszeitschrift „kunst und kirche“.

Abbildung:

aus der Postkarten-Edition: Bazon Brock, „Dennoch Mensch (Trinitätsbild)“, 2017

Weitere Information unter diesem Link:

www.artikel-editionen.com/de/artikel/dennoch-mensch-trinitaetsbild